Startseite
    Geschichten
    Tagesmails
    Humor
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Meine Homepage
   Meine Spielekiste
   Somthai- Thaimassage
   Katharina-Wek




  Letztes Feedback



http://myblog.de/lulaumen

Gratis bloggen bei
myblog.de





Konrad Meckerbär und das Weihnachtsfest

Konrad war einer der brummigsten Bären auf der ganzen Welt. er wohnte allein in seiner Höhle und meckerte an allem herum. Er nörgelte, stänkerte und zänkerte, besonders über seine Nachbarn, die Familie Bär von nebenan. Sie war zu laut, zu gross, zu frech, zu breit, zu dick, zu weit. Und Konrad meckerte. So wurde er von allen nur der Meckerbär genannt. Wie jeden Tag schaute Meckerbär auch heute auf seinen Abreisskalender. Dezember! Der Dezember war schrecklich. Die Kinder der Familie Bär schrieben Wunschzettel und wetzten sich die Nasen blank an den Fensterscheiben, um wenigstens ein Fitzelchen vom Christkind zu sehen. Alles war geschmückt, strahlte und leuchtete. Meckerbär wischte sich schon beim Gedanken daran die Stirn: Schrecklich, wenn alle sich die hand gaben, sich freuten und sangen, und Familie Bär tanzte sogar um den Weihnachtsbaum. Einfach dumm. Meckerbär wurde beim Gedanken daran schon böse. Da hatte Meckerbär eine Superidee. Er beschloss, Weihnachten zu klauen. Erst mal klaute er alle Zettel von seinem Kalender. Er wollte ausserdem Geschenke klauen und Weihnachtsbäume und Kerzen und Lachen und Freuen. Alles – Ratzfatz! Er begann, einen Ganz zu graben, zur Familie Bär. Durch den könnte er alles stibitzen, ohne dass es jemand merken würde. Beim Graben hörte er Klein-Lena. Seit Wochen spielte sie „Stille Nacht“ auf ihrer Flöte. Er würde auch die Noten klauen. Dabei war Lena noch die netteste. Meckerbär grub weiter. Jeden Tag ein Stück. Da fragte ihn doch Lena zwei Wochen vor Weihnachten: „Konrad, willst du mit uns Weihnachten feiern?“ Er schüttelte energisch den Kopf: „nein. Ganz bestimmt nicht!“, meckerte er Lena an. Er wollte Weihnachten klauen. haha! Aber das war noch supergeheim. Klein-Lena lief erschrocken zu ihrer Mama: „Warum ist der so?“ Bärenmama sagte: „Ach, er hat so viel schlimmes in seinem Herzen gesammelt. So ein Herz ist dunkel und kalt und vielleicht“, sie zögerte, „ist es einfach viel zu klein.“ „Und wenn ein Fitzelchen Licht hineinkäme?“, fragte Lena. Bärenmama schüttelte den Kopf. „Er hat sein Herz verschlossen und zugeschnürt, damit keiner herankommt.“ „Dann muss man die Schnur mit einer Schere aufschneiden“, flüsterte Lena. Sie hatte sofort einen Plan im Kopf. Sie wollte einen Gang graben zu Meckerbär. Und der Weihnachtsduft würde sein Herz aufweichen, mit einer grossen Schere würde sie schnippschnapp das Band um Meckerbärs Bärenherz durchschneiden. Sie fing an zu graben. Jeden Tag ein Stück. Und sie grub immer weiter und von morgens bis abends an ihrem Gang zu Meckerbärs Höhle. Als plötzlich das Weihnachtsglöckchen erschallte und alle sich um den Weihnachtsbaum versammelte, war sie mit dem Weg fast durch. So weit war der Weg gar nicht gewesen. Sie hatte schon Licht gesehen und den traurigen Meckerbär durch in winziges Loch erspäht. Aber ganz durch war sie noch nicht. Und das war auch gut so, denn Meckerbär sollte ja noch nichts merken. Meckerbär auf der anderen Seite hatte beim Graben auch schon Licht gesehen. Wenn es drüben still würde, würde er herüberkriechen und das ganze Weihnachtsfest klauen. Einfach ratzfatz. Als bei Familie Bär alle sangen und sich die Hand gaben, die Kinder jubelten und spielten, legte Meckerbär seinen Kopf in das Loch des Ganges. Er musste ja hören, wenn es drüben still würde. Aber es wehte so warm durch das Loch. Und bei ihm war es so kalt. Und die Bären drüben klangen so glücklich. Und bei ihm war es so einsam und leer. Und er liess seinen Kopf einfach in dem Eingang des Ganges liegen. Er musste ja aufpassen. Und ein bisschen Wärme und Glanz kamen zu ihm gekrochen. Er lag und lauschte den Weihnachtsliedern und fühlte sich wohler und wohler. Drüben wurde es irgendwann still. Und als schliesslich alle Lichter ausgingen, als alle schon in die Betten gekrabbelt waren, da wollte Lena eben noch zu dem einsamen Meckerbär hinüberschielen und vielleicht das Band zerschneiden. Ihr Herz klopfte….. Und als sie nun in der Höhle von Meckerbär ankam, sah Lena ihn mit geschlossenen Augen, zufrieden und ruhig in seinem Höhleneingang liegen. Lena war fast erschrocken. Wie von selbst tastete sie sich heran, berührte vorsichtig die Bärenschnauze, ging mit den Fingern langsam darauf spazieren. Und ob Meckerbär träumte oder ob er Lena trotz der geschlossenen Augen sah, auf einmal lächelte er, und sein Herz erfüllte sich mit Wärme. „komm ins Weihnchtszimmer“, hörte er eine Stimme sagen und er kroch langsam hinüber – fast wie im Traum. Und er klaute nicht das Weihnachtsfest, und Lena musste nicht das Band um sein Herz zerschneiden. Es war schon gerissen, weil sein Herz gewachsen war, wohl um drei Nummern grösser war es jetzt. Und wenn du einmal einen Bären triffst, oder jemanden, der immer meckert, dann lade ihn zum Weihnachtsfest ein oder schick ihn zu Lena. Die erweitert jedes Herz!
4.1.10 23:46
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung